Publiziert in: Technologie
05
Mai
Labour productivity, im Deutschen Arbeitsproduktivität, bezeichnet nach der Wikipedia den Quotienten aus mengenmäßiger Leistung und mengenmäßigem Arbeitseinsatz. Umgemünzt auf einen Frontend-Entwickler würde eine Verbesserung dieser also mehr HTML/CSS pro getippte Zeichen bedeuten.
Genau diesen Ansatz verfolgt das Projekt Zen-Coding rund um den Russen Sergey Chikuyonok.
Das schlanke Plugin, welches bereits für zahlreiche Editoren verfügbar ist (Notepad++, Dreamweaver, Aptana, Sublime und einige weitere) gibt dem Nutzer die Möglichkeit, mehr oder weniger komplexe HTML- bzw. CSS-Strukturen mit festgelegten Abkürzungen zu erzeugen.
So kann man zum Beispiel „div#wrap>ul#mylist>li.item-$*5“ eingeben, um nach einem Klick auf „Expand Abbreviation“ (Strg + E) dies zu erhalten:
<div id="wrap">
<ul id="mylist">
<li class="item-1"></li>
<li class="item-2"> </li>
<li class="item-3"></li>
<li class="item-4"></li>
<li class="item-5"></li>
</ul>
</div>
Ein ähnliches Beispiel ist die Abkürzung „@f“, um die folgenden CSS-Zeilen zu generieren:
@font-face {
font-family:;
src:url();
}
Vollständige Listen der implementierten Abkürzungen sind auf der Google Code-Projektseite zu finden: Zen CSS properties | Zen HTML Selectors
Wer jedoch insbesondere die CSS-Auflistung überfliegt entdeckt relativ schnell den großen Haken dieses Prinzips: Die unglaubliche Menge an Abkürzungen lässt sich schlicht und einfach nicht komplett erfassen. Wem der Produktivitätsgewinn also nicht so wichtig ist, dass er Hunderte von CSS-Abkürzungen auswendig lernen will, dem bleibt nichts anderes übrig, als sich einige nützliche Abkürzungen einzuprägen und den Rest links liegen zu lassen. In der Zeit, in der man in der Übersicht nachliest hat man die Zeichen schließlich längst ungekürzt eingetippt.
Nichtsdestotrotz ist das Zen-Coding vor allem beim HTML-Schreiben eine nützliche Bereicherung, die einem so manche Schreib- und Fleißarbeit erleichtern kann. Die Einstiegshürde ist relativ gering, weswegen man es wenigstens einmal ausprobiert haben sollte.
(Gastartikel von Nicolas Schabram)





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